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1. Begriffsdefinitionen und Testverfahren

Begriffsdefinitionen Immunität
Vor dem Auftreten von SARS-CoV-2 wurde in medizinischen Zusammenhängen oft nur von der „Immunität“ allgemein gesprochen. So wird bei der Masern-Impfpflicht nur über eine “Immunität“ gesprochen, ohne die weiteren Unterscheidungen, die in der SARS-CoV-2 Epidemie vorgenommen werden. Hier eine kurze Ausfzählung der gebräuchlichsten Formen dessen, was mit “Immunität“ gemeint sein kann:

Immunität im Allgemeinen bedeutet, dass das Immunsystem ausreichend Abwehrsysteme besitzt, um sich gegen Viren (und andere Eindringlinge) zu schützen oder zur Wehr zu setzen.
Kreuzimmunität – ist mehr oder das gleiche wie die Immunität, nur dass die Immunität gegen ein bestimmtes Virus nicht von diesem Virus selber herrührt, sondern von einem ähnlichen Virus. Im Fall von SARS-CoV-2 von den humanen Coronaviren (HCoVs) OC43, NL63, HKU1 oder 299E oder sogar anderen Betacoronaviren.
Populationsimmunität oder Herdenimmunität (manchmal auch Grund- oder Basisimmunität genannt) ist die kollektive Immunität gegen einen Krankheitserreger in einer Population, die sich durch eine Impfung ausgebildet hat oder durch eine Infektion erworben wird. Diese Art der Entstehung durch erworbene Immunitäten “Durchseuchung“ zu nennen ist nicht falsch, aber polemisch.

Unterscheidung nach Entstehungszeitraum der Immunität:
Angeborene Immunität – diese spielt, eventuell zu Unrecht, eine völlig untergeordnete Rolle in der aktuellen Situation. Es mehren sich die Anzeichen, dass auch NK-Zellen (Natürliche Killerzellen) SARS-CoV-2 bekämpfen können.
Erworbene Immunität (“adaptive Immunität“) – die Form, die in unserer Untersuchung und bei der Populationsimmunität die Hauptrolle spielt. Diese entsteht durch Auseinandersetzung des Immunsystems mit dem Virus. Als Transferleistung des Erkennens neuer Viren ist dies auch die Kreuzimmunität.

Unterscheidung nach Ursache der Immunität:
Natürliche Immunität – ist die angeborene oder durch Auseinandersetzung mit dem Erreger erworbene Immunität.
Künstliche Immunität – ist die nicht durch Auseinandersetzung mit dem Erreger erworbene, sondern die durch Impfung vermittelte Immunität.

Im Rahmen der Anwendung der Ergebnisse des einzelnen Menschen (d.h. wann ist beim Einzelnen eine Immunisierung anzunehmen?) und der Bewertung der Ergebnisse hinsichtlich der Herden- oder Populationsimmunität sind folgende Arten noch wichtig:
Antiinfektiöse Immunität – ist die am frühesten schützende Form der Immunität, die durch IgA-Antikörper in den Schleimhäuten bereits einen Schutz vor dem Eindringen von Krankheitserregern und erst recht vor deren Vermehren bietet. Bedeutet: keine Erkrankung und keine Weitergabe von Viren.
Sterile Immunität – ist eine etwas weniger als die antiinfektiöse Immunität schützende Form der Immunität. Wird durch abgelaufene Infektionen erworben oder, im Idealfall, jedoch nicht immer, von Impfungen erzielt. Bedeutet: keine Erkrankung und keine Weitergabe von Viren.
Klinische Immunität – ist eine etwas später schützende Form der Immunität die in Form von Antikörpern und/oder B- und T-Zellen besteht. Wird durch Impfungen erzielt. Es besteht ein Schutz vor dem Ausbruch der Krankheit. Bedeutet: keine Erkrankung, aber mögliche Weitergabe von Viren.

Zwei noch verbreitet bekannte Formen der Immunität sind eher beschreibender Natur:
Humorale Immunität – ist die Immunität auf Basis der Antikörper.
Zelluläre Immunität – ist die Immunität auf Basis der B- und T-Zellen.

Zusätzlich möchten wir hier an einen sehr wichtigen Aspekt erinnern:
Immunität ist eine grundlegende Fähigkeit oder Funktionsweise des Immunsystems. Diese wird in den meisten Fällen als „erworbene Immunität“ bezeichnet oder entsteht als solche. Eine Impfung bildet diesen Zustand nach, indem das Immunsystem mit Strukturen des Virus (oder anderen Krankheitserregern) konfrontiert wird, die es (als fremd und gefährlich) erkennen kann, gegen die es eine Antwort bildet, und die es sich dann merkt.
Vereinfachend kann man sagen: die erworbene Immunität ist das Original, die Impfung ist die Nachahmung dieses Vorgangs.
Testverfahren

Die durchgeführten und die uns davon vorliegenden Testergebnisse sind zum größten Teil EliSpot-Assays (Enzyme-linked Immuno-Spot Assay) oder IGRA-Assays (Interferon-Gamma Release Assays), in geringerem Umfang Lymphozyten-Transformations-Tests (LTT/ITT) und in kleinen Mengen weitere verfügbare Tests auf T-Zell-Funktionalität aus vielen deutschen Laboren. Mehr dazu im Abschnitt Datenschutz.

 

Die zur Anwendung gekommenen Testverfahren sind:

  • ‘CoV-iSpot‘ (nur Immunität) und ‘CoV-iSpot Interferon-γ + Interleukin-2‘ (auch Kreuzimmunität) von AID Diagnostika
  • ‘T-SPOT SARS-CoV-2‘ (nur Immunität) und ‘T-SPOT Discovery SARS-CoV-2‘(auch Kreuzimmunität) von Oxford Immunotec
  • ‘LTT SARS-CoV-2‘ (nur Immunität) und ‘LTT SARS-CoV-2 Differenzierung‘ (Unterscheidung Infektion und Impfung) von IMD Berlin
  • ‘QuantiFERON SARS-CoV-2 IGRA‘ (nur Immunität) von Qiagen
  • ‘Quan-T-Cell SARS-CoV-2‘ (nur Immunität) von Euroimmun

 

Ein Kritikpunkt an den vorliegenden Daten könnte sein, dass erstens verschiedene Testverfahren verwendet wurden, die zweitens keine standardisierten Werte wie z.B. die Einheit BAU (binding antibody units) für Antikörpertiter verwenden. Die Ergebnisse können also auf Einheiten eines Stimulationsindizes (SI) lauten, auf IU/ml oder noch anders.

 

Die Unterschiedlichkeit der Ergebnisse bzw. der Messgrößen ist jedoch aus grundsätzlichen Erwägungen heraus kein Problem. Denn ermittelt wird in allen Fällen die Funktionalität der Gedächtnis-T-Zellen. Und dies ist eine qualitative und keine quantitative Aussage. Bei Antikörpern wird eine quantitative Aussage ermittelt. Ist diese Funktionalität nachweisbar, bedeutet dies, dass das Immunsystem sich an das Virus erinnert, d.h. es wiedererkennt. Ob die Erinnerungsleistung dann in Einheiten SI oder IU/ml ermittelt wurde, ist nachrangig gegenüber der Aussage des Laborbefundes.

 

Die möglichen Aussagen der Laboruntersuchungen lauten:

  • nachweisbare Reaktion der T-Zellen: Wertung als “positiv immun“ oder “positiv kreuzimmun“;
  • schwach nachweisbare Reaktion der T-Zellen (=“grenzwertig“): Wertung als “positiv immun“ oder “positiv kreuzimmun“;
  • keine nachweisbare Reaktion der T-Zellen oder: Wertung als “negativ nicht immun“;
  • nicht auswertbare Probe: keine Wertung bzw. keine weitere Berücksichtigung in unserer Arbeit.
  • nachweisbare Reaktion der T-Zellen
  • schwach nachweisbare Reaktion der T-Zellen (=“grenzwertig“)
  • keine nachweisbare Reaktion der T-Zellen oder
  • nicht auswertbare Probe

Wertung als “positiv immun“ oder “positiv kreuzimmun“

Wertung als “positiv immun“ oder “positiv kreuzimmun“

Wertung als “negativ nicht immun“

keine Wertung bzw. keine weitere Berücksichtigung in unserer Arbeit

Nicht auswertbare Proben waren äußerst selten (38 bei einer Gesamtzahl von 8561), diese haben wir vollständig nicht berücksichtigt. Schwach nachweisbare T-Zell-Reaktionen im Laborergebnis haben wir als Nachweis gewertet. Dies aus drei Gründen:

  1. In der englischen Fassung des Laborbefundes ‘CoV-iSpot Interferon-γ + Interleukin-2‘ heißt es bei solchen Ergebnissen nicht wie auf Deutsch “grenzwertig“ sondern “weak positive“ also “schwach positiv“.
  2. Es geht bei der Untersuchung um die “Erinnerung“ des Immunsystems, also um das Immungedächtnis. Und im Gedächtnis ist auch eine nicht sehr starke, eben eine “schwach positive“ Reaktion eine Erinnerung. Und auf die “Stärke“, auf die Quantität (wie bei den Antikörpern), kommt es bei der Reaktion der Gedächtnis-T-Zellen nicht an, da diese die weitere Immunantwort auf Ebene der Killer-T-Zellen, der B-Zellen und der Antikörper erst veranlassen.
  3. Schwach positiv“ ist analog des unbestimmten Rechtsbegriffes der “anzunehmenden Immunisierung“, der bewusst auch nicht „festgestellte Immunisierung“ heißt, als hinreichende Aussage zu werten.

2. Ermittlung einer repräsentativen Bevölkerungsstichprobe und Ergebnisse daraus

Den Untersuchungen und Auswertungen auf dieser Webseite liegen Daten aus ca. 10.000 beauftragten Laboruntersuchungen bislang 8.523 (=8.561-38) Ergebnisse in anonymisierter Form aus Laboren in Deutschland zugrunde (Stand 31.03.2022). Die Differenz zur Gesamtzahl liegt an noch nicht durchgeführten Untersuchungen oder an uns noch nicht vorliegenden Ergebnissen. Die Gesamtheit der durchgeführten Tests ist eine nicht randomisierte, aber hinreichend große Stichprobe auf funktionale T-Zellen-Immunität bzw. -Kreuzimmunität, die wir auf die Bevölkerung hochrechnen.
Begriffserklärungen
Vorab einige Erläuterungen, warum und wie die Daten bearbeitet und gewichtet wurden, um eine repräsentative Aussage auf Bevölkerungsebene zu erhalten:

Die Stichprobe ist nicht zufällig. D.h. es handelt sich nicht um statistisch sauber randomisierte Teilnehmer. Die Teilnehmer der Untersuchung sind hauptsächlich Menschen, die sich für ihren Immunstatus interessieren. D.h. Zufälligkeit ist hier nur bedingt durch die Größe der Stichprobe möglich. Da in der Laboruntersuchung und in unserer Auswertung nur der Immunstatus (die Funktionalität der Gedächtnis-T-Zellen) ohne vorherige oder parallele medizinische Intervention untersucht wird, ist eine Randomisierung nicht erforderlich. Dies ist z.B. bei Untersuchungen von Wirksamkeit und Nebenwirkungen eines Medikaments erforderlich, dann idealerweise als randomisierte doppelt verblindete Kontrollstudie.

 

Die Stichprobe ist nicht repräsentativ. In repräsentativen Bevölkerungsstichproben muss im Allgemeinen der Einfluss von Faktoren wie Bildung, Einkommen, Wohnort und ggfs. Mobilität gewichtet werden. Diese Faktoren sind in der aktuellen Epidemie jedoch nach Stand der Wissenschaft in Deutschland nicht ausschlaggebend für das Risiko. Allenfalls kann teilweise der Mobilität teilweise (vgl. Begründung Reisebeschränkungen und Kontaktverbote) und dem Beruf der Menschen ein Einfluss zugeschrieben werden. Dem Beruf der Menschen vor allem wegen der Kontakthäufigkeit mit anderen -ggfs. kranken- Menschen (vgl. die Krankheitslast bei Beschäftigten im Gesundheitswesen). Die Stichprobe ist wegen ihrer Größe bei weitgehender Kenntnis von Geschlecht und Alter hinreichend repräsentativ. Die Roh-Daten der Stichprobe weichen in Ihrer Altersverteilung noch deutlich von der Bevölkerungsstruktur ab. Jedoch haben wir vor Hochrechnung der Zahlen auf die Bevölkerung die Altersstruktur der Teilnehmer auf die Bevölkerungsstruktur Deutschland umgerechnet.

 

Die Stichprobe ist hinreichend groß. D.h. die Größe der Stichprobe ist bereits so groß, dass sich Aussagen hinsichtlich der in der auf die Bevölkerung hochgerechnete Populationsimmunität (die auch als Herdenimmunität bekannt ist) treffen lassen. Der 95% Konfidenzintervall liegt lt. Fachliteratur bei der vorliegenden Größe der Stichprobe im Bereich von nur noch 1% Unsicherheit hinsichtlich der Korrektheit der Ergebnisse.

Rohdaten: Gesamtzahl der Untersuchungen je Altersjahrgang und ermittelter Anteil an Immunreaktion auf Ebene der T-Zellen
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Rohdaten: Gesamtzahl der Untersuchungen je Altersjahrgang und ermittelter Anteil an Immunreaktion auf Ebene der T-Zellen

Abbildung 6: Anteile and Immunisierung aus den Laborbefunden (rechte Skala), Anzahl Tests je Altersjahrgang (linke Skala).
Anmerkungen: Die vorliegenden Daten sind zunächst eine Anzahl Laborergebnisse mit dem Ergebnisbefund einer Immunantwort auf der Ebene der Gedächtnis-T-Zellen. Der Mittelwert beträgt (unbereinigt) 27,3% (waagrechte rote Linie), die Werte für einzelne Jahrgänge schwanken zwischen 10% und über 50%, wobei auffällt, dass die extremen Werte alle in Bereichen kleinerer Testzahlen liegen. Andere Gründe als die naheliegenden kleinen Testzahlen haben wir hierfür noch nicht ermitteln können. Diese Werte sind gestrichelt dargestellt. Je größer die Testanzahlen, desto mehr liegen die ermittelten Anteile (rote Kurve) im Bereich des Mittelwertes.

Die durchgeführten Untersuchungen weichen in der Häufigkeit je Altersjahrgang -teilweise erheblich¬- von der Bevölkerungsstruktur ab. Um aus der Stichprobe auch eine repräsentative Bevölkerungsstichprobe zu ermitteln, ist eine Berücksichtigung der Bevölkerungsstruktur erforderlich:
Gesamtzahl der Untersuchungen je Altersjahrgang in Relation zur Bevölkerungsstruktur
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Abbildung 7: Auswertung der Anzahl der Laboruntersuchungen (rechte Skala), Altersjahrgangsstärke der Bevölkerung (linke Skala) von https://service.destatis.de/bevoelkerungspyramide/index.html

Die Menschen, die den T-Zellen-Funktionstest haben durchführen lassen, sind im Erwachsenenalter (ca. von 40 bis 60) anteilig stärker vertreten als in der gesamten Bevölkerung, und in den Lebensaltern darüber und darunter mit geringerem Anteil.

 

Hinzu kommen zwei Einschränkungen gegenüber der Bevölkerungsstruktur:

  • von 0 bis 5 haben wir keine Daten (aber immerhin über 4,7 Mio. junge Menschen),
  • oberhalb von 85 haben wir kaum Daten
  • und oberhalb von 92 Jahren gar keine Daten (aber immerhin 2,5 Mio. Menschen über 85).

Daher zeigen wir die vom Statistischen Bundesamt verwendete Alterskategorie ‘85+‘.
Insgesamt sind also 8,7% der Bevölkerung, das sind 7,2 Mio. Menschen, sind in unseren Untersuchungen daher statistisch nicht gut erfasst.

Streudiagramm Untersuchungsergebnisse Art der Immunisierung je Altersjahrgang
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Abbildung 8: Auswertung der Anteile der Befunde Immun, Kreuzimmun und der Anteil gesamt Immun an den Laborergebnissen je Altersjahrgang (linke Skala).
Anmerkungen: Nach Umrechnung auf die Bevölkerungsstruktur ist der richtige Anteil an Immunisierung je Altersjahrgang bekannt, und wir untersuchen die Anzahl der Laborergebnisse ‘bestehende Kreuzimmunisierung‘ aufgrund von Kontakt mit HCoVs, endemischen humanen Coronaviren (HKU1, NL67, OC43 und 299E), ‘erworbene Immunsierung‘ aufgrund Kontakt mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 und ‘resultierende Gesamtimmunität‘ bestehend aus den beiden ersten Möglichkeiten. Die ‘Gesamt-Immunität‘ ist dabei nicht die rechnerische Summe von Immunität und Kreuzimmunität, sondern geringer, da es erheblich Überschneidungen gibt:
Ein Mensch, der gegen SARS-CoV-2 kreuzreaktive Gedächtnis-T-Zellen hat, wird nach einer Infektion mit SARS-CoV-2 üblicherweise zusätzlich auch spezifische Gedächtnis-T-Zellen haben. Diese Person zählt damit als 1x kreuzimmun, 1x immun, aber auch ‘nur‘ 1x gesamt-immun.
Die Auswertung der Ergebnisse nach Altersjahrgängen und den drei Varianten der T-Zell-Immunität (Gesamt-, Kreuz-, und Immun) ergibt ein über die verschiedenen Altersjahrgänge hinweg eine relativ konstante Verteilung, insbesondere im Alter von 28 bis 80 Jahre. Die Höchstwerte bei Alter 35 und 82 (rot umrandet 1,2) sind vermutlich als statistisch nicht relevante Ausreißer zu werten. Ebenso die Ergebnisse z.B. beim Alter 12 und 80. Diese ist ein Fehler, der sich durch die proportionale Verteilung der Ergebnisse ohne bekanntes Alter auf alle Ergebnisse ergibt. Der relative geringe (und daher vorläufig nicht korrigierte) Einfluss dieses Fehlers ist in den folgenden Diagrammen sichtbar. Insgesamt fällt auf, dass die Anteile an Immunität vom Kindesalter bis Mitte 20 die höchsten Werte haben (rot umrandet 3), mit der nochmaligen Besonderheit, dass die Werte von 13 bis 21 (rot umrandet 4) wiederum besonders niedrig liegen. Hier liegt eine Untersuchung der Hintergründe nahe, die wir bislang nicht vorgenommen haben.

Die ermittelten Anteile an verschiedenen Formen der T-Zell-Immunität ermöglichen eine relative Darstellung je Altersjahrgang der Bevölkerung:

Prozentualer Anteil und Arten der Immunisierung je Altersjahrgang
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Abbildung 9: Auswertung der Anteile der Befunde Immun, Kreuzimmun und der Anteil gesamt Immun an den Laborergebnissen je Altersjahrgang (linke Skala).
Anmerkungen: Die Anteile Bevölkerung mit <100% sind Fehler aus der Berechnung (vgl. vorheriges Diagramm, Anmerkung zu Alter 12 und 80), wo die geringe Größe der Stichprobe in diesem Altersjahrgang der Grund für diese Fehler sein könnte. Auf eine rechnerische Korrektur –in einer Studie unverzichtbar- haben wir verzichtet, weil hierdurch der Umfang der Ungenauigkeiten und Fehler dieser Untersuchung sichtbar wird.

Diese Anteile zusammen mit der Bevölkerungsstruktur Deutschlands ergeben die Gesamtzahlen an Immunisierung gegen SARS-CoV-2. Auf die Gesamt-Bevölkerung Deutschlands bezogen ergibt sich also folgendes Bild:
Anzahl und Arten der Immunisierung sowie Bevölkerungszahl je Altersjahrgang
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Abbildung 10: Anhand der Laborergebnisse berechnete Anzahl der Varianten der T-Zell-Immunität, Altersjahrgangsstärke der Bevölkerung von https://service.destatis.de/bevoelkerungspyramide/index.html (linke Skala).

Die so ermittelten Werte sind die Grundlage für die bereits auf der Startseite gezeigten Grafiken. Die für die gesamte Bevölkerung ermittelte Immunisierung verändert sich dadurch von 27,2% (Rohdaten) auf 26,9% (repräsentativ). Die hier sichtbare Altersstruktur der Bevölkerung ist darüber hinaus die „auf der Seite liegende eine Hälfte“ der ehemals als „Bevölkerungspyramide“ bekannten, etwa pilzförmigen Bevölkerungsstruktur, die wir bereits auf der Startseite dargestellt haben:

Bestehende und erworbene T-Zellen-Immunität gegen SARS-CoV-2
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bereits bestehende und erworbene gesamte Immunität
22.3 Mio.

seit 2020 erworbene Immunität

bereits vor 2020 bestehende Kreuzimmunität

Anteile an vorbestehender und erworbener T-Zellen-Immunität in der Gesamt-Bevölkerung
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Darstellung der Formen der Immunität im Vergleich zur ‚Bevölkerungspyramide’
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Abbildung 11: Diagramme der Startseite.

Neben der Verteilung der Anteile auf die Altersjahrgänge ist auch die Verteilung nach Geschlecht von Interesse, da hier große Unterschiede vorliegen könnten. Vorweg: dies ist nicht der Fall. Die Geschlechterverteilung ist sowohl bei der Durchführung der Laboruntersuchungen, als auch bei den Ergebnissen sehr gleichmäßig:

Anzahl der Laboruntersuchungen je Altersjahrgang und Geschlecht
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Abbildung 12: Eigene Berechnungen.
Anmerkungen: Wir haben es den Menschen aus Gründen des Datenschutzes freigestellt, uns Alter und/oder Geschlecht nicht mitzuteilen. D.h. uns liegen viele Ergebnisse ohne diese Angaben vor. In diesem Diagramm dargestellt sind die Gesamtzahlen an Untersuchungen je Altersjahrgang mit bekanntem Alter und Geschlecht und darauf basierend die Berechnung der Verteilung der Untersuchungen mit unbekanntem Alter und/oder Geschlecht

Die Darstellung der prozentualen Verteilung je Alter gibt ein relativ gleichmäßiges Bild, mit nur einigen Abweichungen in Bereichen kleiner Testzahlen: 
Prozentualer Anteil der Immunisierung je Alter und Geschlecht
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Abbildung 13: Eigene Berechnungen.
Anmerkungen: Aufgrund der hier ermittelten Verteilung der Tests nach Frauen 53% und Männer 47%, d.h. einer Abweichung von weniger als 5% haben wir hierzu keine weiteren Untersuchungen angestellt.

Von Fachleuten wie Medizinern und Laborärzten wurde die Vermutung an uns herangetragen, die Ergebnisse der Laboruntersuchungen könnten oder sollten einer Saisonalität unterliegen oder mit dem Auftreten von Varianten schwanken:

Anteil und Arten der Immunisierung im Zeitverlauf seit Anfang 2021
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Abbildung 14: Eigene Berechnungen, sowie in unseren Newslettern veröffentlichte Werte aus dem ersten Halbjahr 2021 (linke Skala) Auftreten der Variante ‘Omikron‘ lt. RKI (Datumsskala), alle anderen Varianten liegen mit dem Datum ihres ersten Auftretens links außerhalb der Zeitskala.
Anmerkungen: Erheblicher als saisonale Schwankungen sind die Schwankungen die aus unserer Arbeit selbst resultieren: KW1 bis KW7 2021 (blasser dargestellt) enthalten Testergebnisse, die wir selber erst im Herbst 2021 und später erhalten haben, daher der Mittelwert bei 0%. Der Mittelwert (hellrote Linie) von 26,85% war uns lange, bis über die Jahresmitte 2021 hinaus, nicht korrekt bekannt: in den ersten Monaten 2021 hatten wir zunächst nur einzelne Ergebnisse vorliegen, im Sommer dann insgesamt einige hundert. Im Nachhinein ist zu konstatieren, dass die Verzerrung (=Bias) der Einsendungen mit positiv immunen Ergebnissen gegenüber negativ immunen erheblich war. Wir hatten teilweise Anteile an nachgewiesener Immunität von bis zu 50% der Testergebnisse vorliegen. Ab KW35 haben wir den Wert nicht mehr anhand der eingesendeten Ergebnisse ermittelt, sondern erst wieder berechnet, nachdem wir eine möglichst große Datenbasis hatten.

Aus der jahreszeitlichen Verteilung, bei Betrachtung des gesamten Jahres 2021 und dem Frühjahr 2022 ergibt sich eine solche Schwankung, die Korrelationen oder gar stärkere Verbindungen zu saisonalen Faktoren zeigen würde, (derzeit noch) nicht.

Prozentualer Anteil und Arten der Immunisierung im Zeitverlauf seit Anfang 2021
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Abbildung 15: Eigene Berechnungen.
Anmerkungen: Die relative Betrachtung (Verhältnisse von Gesamt-, Kreuz-, und Immunität zueinander) zeigt ebenfalls ein sehr uneinheitliches Bild, welches insbesondere Anfang 2021 (wenige Tests) und Anfang 2022 (bislang relativ wenige vorliegende Ergebnisse) starke Schwankungen aufzeigt. Saisonale Schwankungen oder Einflüsse sind nur schwer zu erkennen. Auch ist zu berücksichtigen, dass eine kreuzreaktive Immunantwort ihre Ursachen wahrscheinlicher in der Zeit von (mindestens) 2003 bis 2019 hat, als von 2020 bis 2022. Und es ist zu berücksichtigen, dass eine spezifische Immunantwort der T-Zellen eine Woche und ebenso ein Jahr (und länger) nach einer Infektion nachgewiesen werden kann. Prinzipiell ist es mit dem EliSpot-Verfahren auch möglich, eine zeitliche Abgrenzung anhand der nachgewiesenen Zytokine Interferon-ɣ [Gamma] (inflammatorisch, d.h. aktuelle oder kürzliche Infektion) und Interleukin-2 (regulatorisch, d.h. vergangene Infektion, oder persistierende Infektion wenn beide Zytokine gleich stark nachweisbar sind) vorzunehmen, dies ist aber Arbeit für künftige Untersuchungen.